Was ist Glück?
Wie geht Lebenskunst?
Wie vermehre ich die Freude in meinem Leben?
Wir erlange ich mehr Heiterkeit und Gelassenheit?
Wie lebe ich ein lustvolles Leben, das nicht auf Kosten anderer geht?

Sie üben sich in Lebenszufriedenheit.


Einblicke in meine Praxis

Eine Rechtsanwältin ist unglücklich und sie weiss nicht so recht warum. Sie gönnt sich doch jeden Genuss und wird trotzdem ihres Lebens nicht richtig froh. – Im Laufe der Beratung zeigt sich, dass die Frau einen engen Begriff vom persönlichen Glück pflegt, dass die entsprechenden Vorstellungen nur wenige Quellen der Freude kennen, und dass diese Quellen nicht wirklich mit ihrem Wesen, ihrer Persönlichkeitsstruktur kompatibel sind. Die immer wieder angestrebten Genusserfahrungen sind in erster Linie Kompensationen für die erlittene Frustration bei der Arbeit. Als Hauptursache für ihr so stark gefühltes Unglück stellt sich ein tiefes Empfinden von Mangel an Selbstbestimmung heraus. Sie erlangt mehr Klarheit über ihre grundlegenden Bedürfnisse und Neigungen. Mit diesen Einsichten kann sie beginnen, ihr Leben bewusster und selbstbestimmter ausrichten. Sie lernt sich von negativen Einflüssen bei der Arbeit besser abzugrenzen ohne dabei die echte Passion für ihre Tätigkeit zu schwächen. Sie erkennt die grosse Bedeutung von Freundschaften für ihr persönliches Wohlbefinden und gestaltet ihr soziales Leben radikal um.

Eine Mutter von zwei Kindern wird von ihrem Mann wegen einer jüngeren Frau verlassen. Sie sieht ihr Glück in Trümmern und ihre Existenz gescheitert. – Nach einer ersten Phase der Schmerzbewältigung geht es in den weiteren Etappen der Beratung um die Definition ihrer grundlegenden Ansichten von einem guten Leben und im Anschluss um deren Prüfung auf Widersprüche. Dabei gelangt die Frau zu einer Reihe von wichtigen Einsichten wie etwa, dass Selbstaufopferung zwar eine Tugend ist, aber das sie alleine nicht reicht, ein glückliches Leben zu führen. Ein nächster Schritt beinhaltet die Artikulation der eigenen, weiterentwickelten Lebensphilosophie. So zählt sie bspw. von nun an auch Autonomie zu den für sie notwendigen Gütern. Sie akzeptiert die Verschiedenheit, aber auch die individuelle Gültigkeit der Positionen. Dadurch gelingt es ihr, ihre Meinung zu revidieren, ihr Leben wäre gescheitert. Sie zieht die praktischen Konsequenzen aus dem nicht gerechtfertigten Vertrauen in ihren Ehemann und nimmt sich zum Schutz ihrer Interessen einen Anwalt. Sie begreift, dass sie keinen Einfluss auf das Ende ihrer Ehe hat, dass es aber in ihren Händen liegt, wie sich ihr weiteres Leben entwickelt.